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Meine Erfahrungen mit Krebs

Ich war noch sehr jung, 12 oder 13 Jahre, da verstarb eine für mich damals sehr nette und liebe Frau an einer Krankheit (ich weiss heute nicht mehr, welche). Sie war um die 50 Jahre alt und Putzfrau in der Firma meines Onkels, in der auch mein Vater arbeitete. Ich war häufiger dort und so kannte ich die Frau ein wenig. Ich wusste auch, dass sie verheiratet war, und dass man von den beiden sagte, dass sie ein echt glücklich verliebtes Paar seien, noch immer, nach vielen Jahren der Ehe. Besonders meine Mutter sagte dies häufiger.

Als sie gestorben war, fühlte ich echte Trauer. Aber was mich nachhaltig beeindruckte, war, dass ihr Mann ein Jahr nach ihrem Tod an Krebs verstarb. Ich konnte das kaum glauben, zumal meine Mutter sagte, er sei an Trauer gestorben, weil seine geliebte Frau nicht mehr da war.

Als meine Mutter dann an Krebs erkrankte (=>Diagnose Brustkrebs), hatte ich mich bereits ein wenig mit psychologischen Aspekten von Krankheiten beschäftigt und ich versuchte zu verstehen, warum es nun meine Mutter "erwischt" hatte. Das gelang mir jedoch nicht wirklich, auch weil alle um mich herum solche Gedanken als Unsinn abtaten.

Im Laufe der Jahre wurde ich mir jedoch immer sicherer, dass Krebs etwas mit Psyche und noch mehr mit Seele zu tun hat, habe dazu sehr viel gelesen und diskutiert. Ich fand Gemeinsamkeiten bei meiner Mutter, meiner Tante (die später auch an Krebs starb) und Bekannten und Freunden. Allen gemeinsam war, dass sie wenig Lebensfreude zeigten, sehr pessimistisch waren und viele negative Lebenserfahrungen einschließlich menschlicher Verluste und mangelnder Liebe gesammelt hatten. Das ist zwar keine wissenschaftliche Forschung, aber ich bin mir sicher, dass dies etwas mit Krebserkrankungen zu tun hat. Denn Krebs hat nur eine Chance zu wuchern, wenn die Lebenskräfte und der Überlebenswille schwach ausgeprägt ist, weil eine (oftmals unbewusste) negative Lebenseinstellung vorherrscht oder weil seelische Verletzungen (Schocks) diese hervorgerufen haben.

Ich habe nach meinem Studium über 20 Jahre in der Pharmaindustrie gearbeitet und kenne mich sehr gut aus in dieser Industrie und in der Gesundheitsindustrie. Ich habe mit hunderten von Ärzten gesprochen und weiss, wie diese denken und handeln. Ich kenne die Zwänge des Systems und welchen Wert ein einzelnen Mensch hat im Vergleich mit dem Gewinnstreben und dem Kostendruck im Gesundheitswesen.

Ich will auch ausdrücklich sagen, dass es viele sehr gute Ärzte gibt, die ihren Beruf und ihren Eid ernst nehmen und im Sinne des Patienten helfen wollen. Ärzte bezeichnen sich aber selten als Heiler und sie sind von ihrer Ausbildung her am Körper interessiert und nicht an seelischen Prozessen. Diese sind in der medizinischen Ausbildung nicht vorgesehen. So sollte man sich also nicht wundern, wenn Schulmediziner auf der körperlichen Ebene arbeiten (wollen). Und: auch gute Ärzte sind in das Gesundheitssystem eingebunden und müssen sich an dessen Regeln halten.

Der Fall Guido Westerwelle

Ich schicke vorweg, dass ich Herrn Westerwelle nicht persönlich gekannt habe, noch seine Lebensgeschichte detailliert kenne. Ich war allerdings wenig überrascht, als ich von seiner Krebserkrankung erfuhr, nachdem er seinen Politikerjob verloren hatte.

Ich habe Herrn Westerwelle als sehr engagierten und leidenschaftlichen Politiker in Erinnerung. Er brannte für seine politische Botschaft und seine Überzeugungen. Während der letzten Jahre seiner politischen Tätigkeit als Vorsitzender der FDP und dann als Bundesaussenminister habe ich mich immer gefragt, wie ein Mensch die extreme Schelte, Anfeindung und Kritik so einfach wegstecken kann, die ihm widerfuhr von den deutschen Medien und auch Kabarettisten und Satirikern. Der Mann wurde durch den Dreck gezogen und fertig gemacht. So war jedenfalls mein Eindruck. Ich bin kein FDP-Fan und von Politikern habe ich insgesamt keine hohe Meinung, aber was da gegen die FDP und speziell gegen Herrn Westerwelle aufgeführt wurde, und wie sich die Mehrheit darüber köstlich amüsierte, fand ich doch sehr befremdlich.

Herrn Westerwelle schien dies alles aber nicht zu tangieren, und solange er noch im Amt war, hatte er wohl die Kraft, das alles zu verdauen. Doch dann kam der Tag X und die FDP flog aus dem Bundestag. Herr Westerwelle war nicht nur seinen Job als Aussenminister - immerhin eines der wichtigsten und höchsten Ämter der Republik - los, sondern seine politische Vision und Aufgabe gingen den Bach herunter. Eine Niederlage auf ganzer Breite, für die man ihn wesentlich verantwortlich machte. Ein Schock, eine Tragödie. In meinen Augen. Er erlitt den Verlust seiner beruflichen Karriere und vermutlich auch seiner Selbstsicherheit. Vielleicht auch den Verlust des Sinns seines Lebens, wer weiss.

Die Folge Krebserkrankung war in meinen Augen eine fast logische Konsequenz, und die anschließende grausame Therapie verschlimmerte die Situation vermutlich noch.

Dies ist meine Sicht der Dinge. Ich möchte damit niemandem zu nahe treten, aber dies ist für mich ein sehr eindeutiger Fall einer Krebserkrankung bei einer ehemals öffentlichen Person, die vielen Menschen bekannt sein dürfte.

Mir ist daran gelegen, darüber nachzudenken, wie wir mit der Erkrankung bzw. Diagnose Krebs umgehen, und vor allem, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen.


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